Buchtipp: Tue gutes – und rede darüber!

lokalankommen_cover Von Crashkurs Kommune, der im VSA-Verlag erscheinenden Buchreihe liegen nun acht Bände vor. Die mit Unterstützung der Kommunalakademie der Rosa Luxemburg Stiftung veröffentlichten Titel wollen kleine Handbücher und Breviere für kommunalpolitisch interessierte und aktive Menschen sein. Primäre Zielgruppe sind Mitglieder der LINKEN, aber auch darüber hinaus, Aktive aus Bürgerinitiativen und sozialen Bewegungen.

Lokal ankommen. Kommunale und regionale Gegen-Öffentlichkeit ist Band sieben und will dabei unterstützen, linke Inhalte besser an die Öffentlichkeit zu bringen. Das Buch nennt das Feld noch etwas old school Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, ein neuerer Begriff, der auch den Dialogcharakter stärker betont, wäre der der politischen Kommunikation.

„Lokal ankommen“ stellt zuerst verschiedene Formate eigener Medien vor, und erklärt ihre Funktion: Website, Blog, Veranstaltung, Bürgersprechstunde, Mail, Newsletter, Flugblatt. Es geht aber auch um den Umgang mit den anderen (manche nennen sie: herrschenden) Medien: Pressemitteilung, Pressegespräch, Interview, Fernsehauftritt. Ein eigener Abschnitt widmet sich dem persönlichen Auftreten in der Öffentlichkeit – sei es auf Diskussionsveranstaltungen oder in der Sitzung des kommunalen Parlamentes. Hier geht es vor allem um Sprache und Rhetorik und nicht zuletzt die Körpersprache.

Alle aufgeführten Punkte werden relativ, wenn nicht sogar sehr detailliert behandelt, die Themen auf konkrete, kleine und umsetzbare Schritte und Punkte „heruntergebrochen“. Dies erhöht den Nutzwert des Buches – trotz einiger Mängel in der Zuordnung und Reihenfolge der Themen – dann doch deutlich. Ein Glossar rundet den preiswerten Band ab. 

Bernd Hüttner

Felicitas Weck / Gerd Siebecke: Lokal ankommen. Kommunale und regionale Gegen-Öffentlichkeit, VSA-Verlag, Hamburg 2013, 104 Seiten 7,50 EUR

Weiterführende Hinweise:

12-seitige Leseprobe (Inhaltsverzeichnis und Vorwort) aus dem Buch als PDF

Datenbank der derzeit erscheinenden Alternativmedien

Die Linke Medienakademie versteht sich als Crossover-Projekt. Sie hat sich der Vermittlung von Medienkompetenz und einer emanzipatorischen Medienpolitik und -kritik verschrieben.

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