Von der Krise des Sozialismus zur Krise der zeitgenössischen Linken

90px-Lenin_Statue_in_the_Sculpture_Parc_or_Park_Iskustv„Es ist unsere Schuld, dass es keine Alternative gibt.“ Ein Interview mit dem russischen undogmatischen Linken Boris Kagarlitzky darüber,

  • warum in Osteuropa niemand aus der Riege herausragender Intellektueller eine Alternative zur Krise der Achtzigerjahre in einem Mehr an Sozialismus suchte.
  • dass der Realsozialismus wegen seines eigenen Erfolges unterging. Kagarlitzky: „Die Gesellschaft hatte sich verändert. Die Industrialisierung war ein großer Erfolg. Die Kulturrevolution, die ein zurückgebliebenes Land in eine moderne, urbane Ökonomie mit der fortschrittlichsten Wissenschaft verwandelte, war ein enormer Erfolg. Gerade wegen dieser Erfolge wäre es notwendig gewesen, das sowjetische System fortzuentwickeln. Sie können kein fortschrittliches Industrieland mit den Methoden führen, die für die Modernisierung eines nichtentwickelten, ruralen Landes gedacht waren. Das hätte drastisch geändert werden müssen.“
  • dass heute die Situation in den USA und einigen westlichen Ländern, die eine vergleichbare Kombination von Konsum und Deindustrialisierung haben, der Russlands sehr ähnelt.

Das Interview führten Miloš Baković Jadžić und Vladimir Simović am Rande der Veranstaltungsreihe «Zaglavljeni na Periferiji». Neben Boris Kagarlitzky sprachen dort auch Hilary Wainwright, Bercan Aktaş, Anita Tolić, Dinko Kreho und John Milios. Durchgeführt vom Zentrum für politische Emanzipation, einem Partner der Rosa Luxemburg Stiftung in Belgrad, widmete sich der Zyklus der Analyse des Prozesses der Peripherisierung der Region sowie der Kritik des Transitionsdiskurses.

Das Interview als PDF. Übersetzung: Krunoslav Stojaković. Quelle: Osteuropa-Nachrichten der RLS, Nr. 8.

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