#ttipdemo #stopttip: „Und dann, genau dann, wird es in Deutschland oft gefährlich.“

Ein kleiner Nachtrag zur großen Anti-TTIP-Demo am vergangenem Samstag in Berlin mit einer Warnung von Jutta Ditfurth:

„Nazi-Anti-TTIP-Demo in Berlin – Heute feiern sich Nazis und Rechtsextreme für ihr so erfolgreiches Mitschwimmen in der Masse am 10.10.2015 in Berlin

von Jutta Ditfurth

Ich bin gegen TTIP und CETA und, seit ich politisch denken kann, eine undogmatisch, ökologische, antikapitalistische unabhängige Linke. Ich müsste mich also eigentlich freuen, dass am 10.10.2015 so viele Menschen in Berlin demonstriert haben. Aber das kann ich nicht.

Erstens waren Parteien an vorderster Front mit dabei, die den Protest verraten (werden), wie immer darunter die Sozialdemokrat*innen. Aber wenn ihre Wähler*innen und Schäfchen das nicht anders wollen…

Viel schlimmer jedoch: Nazis, völkische Nationalist*innen, Endgame, Pegida, NPD, AfD, Rassist*innen, Antisemit*innen, rechte Künstler*innen durften zur Demo-Teilnahme aufrufen. Niemand verwahrte sich dagegen. Nicht nur das: sie durften teilnehmen.
Sie wurden nicht ausdrücklich ausgeladen.
Man distanzierte sich erst auf der Demo ein bisschen von ihnen, als ein negativer Kommentar (ein schlechter Beitrag bei Spiegel online) erschienen, die Sache also öffentlich geworden war.
Niemand warf die Rechten und Völkischen, soweit erkennbar, aus der Demo.
Es zählte wohl nur die Zahl der Mitläufer*innen. Nur Quantität, nicht Qualität.
Das bringt Nachrichten, das bringt nicht nur Campact Spenden.

In diesen Zeiten der größten antisemitischen und rassistischen Aufmärsche seit 1945 gibt es in dieser TTIP-und CETA-Opposition offensichtlich keine Wachsamkeit, kein politisches Bewusstsein mehr gegen Rechts. Man ist so „stolz“, Flüchtlingen geholfen zu haben, will von anderen Konflikten nichts wissen, fühlt sich vielleicht wieder ganz als „ein Volk“?
Und dann, genau dann, wird es in Deutschland oft gefährlich.“

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