Bild-Zeitung? Nicht mal geschenkt!

Bild will mit Deiner Hilfe eine millionenschwere Werbekampagne durchführen. Mach sie zum Desaster!

Zum Jubiläum ihres 60-jährigen Bestehens plant der Axel-Springer-Verlag am 23. Juni die Bild-Zeitung in sämtliche deutsche Haushalte kostenlos zu verteilen. Was wie eine milde Spenden- oder PR-Aktion zur Leser*innen-Akquise klingt, ist tatsächlich ein gewaltiges Geschäft für die Bildzeitung: Eine ganzseitige Anzeige in dieser Ausgabe lässt sich das Gossenblatt mit vier Millionen Euro bezahlen.

Obwohl es durch geschickte Werbekampagnen der letzten Jahre gelungen ist, die Sache anders darzustellen, bleibt es dennoch dabei: Die „Bild“ ist eben kein harmloses Boulevardblatt, das hier und da etwas übertreibt, ein wenig flunkert und banale Hofberichterstattung betreibt. Die „Bild“ zerstört ganze Leben, sie dringt in die innerste Privatsphäre von Menschen ein, sie führt regelrechte Hetzkampagnen gegen unbescholtene Menschen, die schon einige in den Tod getrieben haben. Erst jüngst hetzte die „Bild“ in Emden einen Mob gegen einen unschuldigen Jugendlichen auf, den sie als Kinderschänder und -mörder brandmarkte. Der 17-Jährige muss dank der Bildzeitung heute an einem unbekannten Ort leben und wird wohl nie wieder ein normales Leben führen können. Und erst in der laufenden Woche polemisierte die „Bild“ gegen Hartz IV-Betroffene, stellte diese als „Abzocker“ und „Drückeberger“ dar und versuchte ein weiteres Mal, Niedriglohnbeziehende gegen Erwerbslose auszuspielen.

Du kannst die gewaltige Werbeaktion der Bild-Zeitung verhindern. Das geht, indem Du explizit Widerspruch dagegen einlegst, dass du am 23. Juni diesen gedruckten Schmutz in Deinen Briefkasten bekommst. Ein Hinweis am Briefkasten, dass Du keine Werbung haben möchtest, reicht leider nicht. Widerspruch kannst Du ganz einfach über dieses Formular von Campact! einlegen.

Je mehr Menschen sich an dieser Aktion beteiligen, desto eher wird die Bild-Aktion zum Desaster. Der Verlag ist nach einem Widerspruch gesetzlich dazu verpflichtet, denjenigen, die Widerspruch eingelegt haben, keine Zeitung zukommen zu lassen. Dabei entsteht ein riesiger Verwaltungsaufwand, die betreffenden Adressen herauszufiltern und auch das Verteilen wird deutlich komplizierter, zeitaufwendiger und damit teurer. Bislang (innerhalb von etwa 24 Stunden) haben bereits über 50.000 Menschen Widerspruch eingelegt.

Mehr bei Alle gegen Bild und Campact!.

Und dem ist wohl nichts mehr hinzuzufügen.

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