ICE-4-Züge nach NSU Opfern benennen

Die Bahn will ihre neue ICE-Flotte benennen. Ab Ende Dezember 2017 rollen die ersten ICE-4-Züge durchs Land, jetzt sucht die Bahn passende Namen für die Züge.

Nachdem ICEs bisher nach Städten benannt wurden, sind dieses Mal Personen als Taufpaten vorgesehen.

Darum ruft die Deutsche Bahn zu einem Namenswettbewerb im Internet auf. Dort können alle Menschen die Namen für neue ICE-4-Züge bestimmen.

Es ist eine gute Sache, der Idee von Katharina König-Preuss (Linke MdL aus Thüringen) zu folgen und einen Namen aus der Untenstehenden Liste bzw, da eine Mehrfachteilnahme mit einem neuen Namen möglich ist, die ganze Liste, einzureichen.

Bei diesen Namen handelt es sich nicht um irgendwelche zufälligen Personen, sondern um die Mordopfer der rechten Terrorzelle Nationalsozialistischer Untergrund (NSU). 

Ich bitte euch, die Namen der vom NSU ermordeten Menschen als Namensvorschläge einzureichen. Weil wir nie vergessen dürfen. Weil es nie wieder geschehen darf.“ lautet der Aufruf.

Damit würde an die Toten erinnert und die ICE-4-Züge werden zum Denkmal für die Opfer des NSU, das in ganz Deutschland unterwegs sind.

Alle NSU Opfer auf einen Blick:

Enver Şimşek
Abdurrahim Özüdoğru
Süleyman Taşköprü
Habil Kılıç
Mehmet Turgut
İsmail Yaşar
Theodoros Boulgarides
Mehmet Kubaşık
Halit Yozgat
Michèle Kiesewetter

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Es reicht! Gemeinsame Erklärung zum NSU-VS-Skandal

vs-aufloesen
Dienstag, 7. April 2015 – 13:30 Uhr Kundgebung in Berlin
Die NSU-Affäre ist einer der größten politischen Skandale der deutschen Nachkriegsgeschichte. Über Jahre hinweg verübte der „Nationalsozialistische Untergrund“ (NSU) rassistisch motivierte Morde in ganz Deutschland – und dies offensichtlich unter Beobachtung des Verfassungsschutzes. Doch unter Tatverdacht gestellt wurden bei der Mordserie die Angehörigen und das persönliche Umfeld der Opfer. Besonders deutliche Hinweise auf Verbindungen zwischen Inlandsgeheimdienst und dem rechtsterroristischen Netzwerk gibt es in Hessen. Der Mitarbeiter des dortigen Verfassungsschutzes Andreas Temme war beim NSU-Mord in Kassel 2006 am Tatort: Er saß in jenem Internet-Café, in dem der 21-jährige Halit Yozgat am 6. April 2006 erschossen wurde. Es gibt Indizien, dass dies kein Zufall war. Protokolle einer Telefonüberwachung lassen den Schluss zu, dass Temme und einer seiner V-Leute aus der Nazi-Szene über den Mordanschlag auf Halit Yozgat im Vorfeld informiert waren.
Ganzen Aufruf samt Liste der Unterzeichner_innen ansehen.
Die Kunhdgebung findet vor der Hessischen Landesvertretung, Ebertstr./ Ecke In den Ministergärten statt.
Foto: strassenstriche.net (CC BY-NC 3.0)