Frauen als Verhandlungsmasse in der Personalfrage? Ein unhaltbarer Zustand! Selbstermächtigung ist wichtig und nötig!

Im Vorfeld des Göttinger Parteitages erklärt der Koordinierungskreis der Emanzipatorischen Linken:

Der Verlauf der Personalfindung ist unmöglich: zwei Wochen vor dem Göttinger Parteitag ist noch immer nicht klar, welche Kandidaten tatsächlich antreten werden. Vor allem, dass dabei die weibliche Seite des Parteivorsitzes als Verhandlungsmasse zwischen den beiden erklärten oder angedeuteten Kandidaturen verwendet wird, ist absolut unhaltbar. Schon um das nicht so stehen zu lassen, ist es richtig, dass weibliche potenzielle Kandidatinnen nun über einen „dritten Weg“ nachdenken. Dessen Vorschlag lautet, dass sich die Führung ausschließlich aus Frauen zusammensetzen sollte. Nach der Satzung wäre das problemlos möglich. Diese sieht eine Geschlechterquotierung vor, nach der mindestens die Hälfte eines Gremiums aus Frauen bestehen muss. Ein solcher Vorstoß, oder auch schon die Debatte darum, verändert die Kultur der Partei und bedeutet eine Absage an die selbstorientierte Ansagestrategie männlicher Kandidaten. Er stellt einen notwendigen Akt der Selbstermächtigung dar.

Grundsätzlich gilt, dass es keine Entscheidungsschlachten beim Parteivorsitz geben kann: Um der gesellschaftlichen Breite linker Kämpfe gerecht zu werden, brauchen wir die ganze Partei und die Milieus, für die sie stehen. Solidarität in der Verschiedenheit ist nötig, um gesellschaftliche Gestaltungsmacht und –Verankerung auszubauen.

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