Ema.Li Stand beim Bundesparteitag in Göttingen

Liebe Delegierte, liebe Freundinnen und Freunde,

wir möchten Euch alle ganz herzlich einladen, uns an unserem Ema.Li-Stand beim Bundesparteitag in Göttingen zu besuchen. Kommt vorbei, diskutiert, erholt Euch von den Anstrengungen der Sitzung und entspannt Euch mit uns.

Am Samstagabend,  nach der Vorstellung der Kandidat*innen zum Bundesvorsitz, wird Karsten Krampitz am Ema.Li-Stand „Kaltland“ in einer Bücherstunde signieren und sich auch gerne mit uns zum Thema „Freiheit von Angst“ austauschen.

Wir freuen uns auf Euch!


Frauen als Verhandlungsmasse in der Personalfrage? Ein unhaltbarer Zustand! Selbstermächtigung ist wichtig und nötig!

Im Vorfeld des Göttinger Parteitages erklärt der Koordinierungskreis der Emanzipatorischen Linken:

Der Verlauf der Personalfindung ist unmöglich: zwei Wochen vor dem Göttinger Parteitag ist noch immer nicht klar, welche Kandidaten tatsächlich antreten werden. Vor allem, dass dabei die weibliche Seite des Parteivorsitzes als Verhandlungsmasse zwischen den beiden erklärten oder angedeuteten Kandidaturen verwendet wird, ist absolut unhaltbar. Schon um das nicht so stehen zu lassen, ist es richtig, dass weibliche potenzielle Kandidatinnen nun über einen „dritten Weg“ nachdenken. Dessen Vorschlag lautet, dass sich die Führung ausschließlich aus Frauen zusammensetzen sollte. Nach der Satzung wäre das problemlos möglich. Diese sieht eine Geschlechterquotierung vor, nach der mindestens die Hälfte eines Gremiums aus Frauen bestehen muss. Ein solcher Vorstoß, oder auch schon die Debatte darum, verändert die Kultur der Partei und bedeutet eine Absage an die selbstorientierte Ansagestrategie männlicher Kandidaten. Er stellt einen notwendigen Akt der Selbstermächtigung dar.

Grundsätzlich gilt, dass es keine Entscheidungsschlachten beim Parteivorsitz geben kann: Um der gesellschaftlichen Breite linker Kämpfe gerecht zu werden, brauchen wir die ganze Partei und die Milieus, für die sie stehen. Solidarität in der Verschiedenheit ist nötig, um gesellschaftliche Gestaltungsmacht und –Verankerung auszubauen.

Download der Erklärung als pdf


Pluralistische Vielfalt statt monolithischer Einfalt! Mehr Freiheit und Gerechtigkeit mit der LINKEN.

Der Parteitag in Göttingen und wichtige Entscheidungen stehen vor der Tür. Die Bundesmitgliederversammlung der Emanzipatorischen Linken hat daher folgendes Diskussionsangebot beschlossen.

Die Veränderung der Organisationskultur der Linken ist nötig. Die Satzung der Linken hält einige mehr Möglichkeiten der Beteiligung als bei den meisten anderen Parteien bereit, auch wenn dies noch nicht ausreicht. Diese werden, wie die letzten Monate gezeigt haben, von machtpolitischen Blockierungen überlagert. Damit wird die glaubwürdige Beschäftigung mit gesellschaftlichen Problemen erschwert. Immer wieder wird in der Partei gefordert, dass der Einfluss der Strömungen abnehmen müsse. Wenn damit ein Zurückdrängen rein machtpolitisch motivierter Auseinandersetzungen gemeint ist, so wäre dies erfreulich. In der Vergangenheit hat die starke Zuspitzung auf diese eine lebendige Debattenkultur in der Partei behindert. Strömungen hingegen, die offene Debatten befördern und transparent machen, können ein Gewinn sein. Dies hieße auch inhaltliche Verkürzungen wie in der Vergangenheit zu überwinden. Selbstverständlich bringt eine Fokussierung vor allem auf Personalfragen eine Organisation ins Straucheln. Der Göttinger Parteitag muss also vor allem als Auftakt zu einer Nutzung aller Kräfte für verstärkte Präsenz in der Gesellschaft sein.

Wir setzen uns dafür ein, dass emanzipatorische Ansätze in unserer Partei sichtbarer und prägender werden. Freiheit und Gerechtigkeit sind die zentralen Ideen der gesellschaftlichen Auseinandersetzung: Obwohl in der LINKEN Inhalte und Konzepte auf den Feldern von bürgerschaftlichen Grund- und Freiheitsrechten, radikaldemokratischer Selbstorganisation, der Netzpolitik und einer zeitgemäßen Geschlechterpolitik vorliegen, hat sie darauf verzichtet, diese ins Zentrum ihrer Kommunikation zu stellen. Dem gewachsene Bedürfnis der Bevölkerung nach mehr direktem Einfluss muss auch in der Partei DIE LINKE strukturell und inhaltlich Rechnung getragen werden. Selbstbefähigung und Selbstermächtigung sind Kernelemente unserer Forderung nach mehr Demokratie, machen aber eben auch einer Parteistruktur wie der unseren mehr Arbeit. Wo wir bisher unseren eigenen Ansprüchen nicht gerecht geworden sind, müssen wir uns das eingestehen und Bereitschaft zur Selbstveränderung zeigen.

Es kommt darauf an, eine Vision für demokratische Teilhabe und Wohlstand für alle in einer ökologischen und freiheitlichen Gesellschaft im 21. Jahrhundert zu entwickeln, die die Ausgrenzungen von Geschlecht, Herkunft und Lebensweise überwindet. Dafür braucht es konkrete Programmatiken und Konzepte und die Nutzung aller Kräfte, die sich in der gesellschaftlichen Linken und der Partei Die Linke  formieren. Die Milieus, die sich auf DIE LINKE beziehen, sind vielfältig; dies muss sich auch in der Kultur der Partei widerspiegeln.

In der Gerechtigkeitsfrage ist ein zentrales Element aus unserer Sicht die Zeitgerechtigkeit. Denn die Verfügungsgewalt über das eigene Leben misst sich an der Verfügung über die eigene Zeit. Die Gerechtigkeitsfrage wird zwar meistens an der Einkommenshöhe verhandelt, aber „Kämpfe um Zeit“ zu führen bedeutet eben auch, dass Einkommensgerechtigkeit nicht nur im Bereich der Lohn- und Erwerbsarbeitseinkommen zu diskutieren ist, sondern auch bei dem – selbst bei uns – stigmatisierten Bezug von „Transfer“einkommen. Die Unterstellung, nur Erwerbsarbeit wäre eine Leistung an der Gesellschaft, stimmt nicht. Tatsache ist, sowohl in der politischen Einmischung, der Reproduktionsarbeit, der Muße als auch in der Erwerbsarbeit findet individuelle wie kollektive Sinnstiftung statt. Bereits heute basiert der Zusammenhalt und Reichtum unserer Gesellschaft in einem viel größerem Maße auf unbezahlten Tätigkeiten als auf Erwerbsarbeit. Dies zu leugnen bedeutete, den Gerechtigkeitsgrundsatz zu verletzen.

Das inhaltliche Erscheinungsbild der LINKEN muss sich verbreitern, unter Nutzung aller schon in der Partei vorhandenen Ansätze und Kräfte. Dadurch können wir den Kerngehalt unseres Programms stärker in die gesellschaftliche Debatte tragen. Der Göttinger Parteitag kann hier einen Aufbruch markieren: Einseitige Richtungsentscheidungen, sowohl personell als auch inhaltlich, brächten uns dagegen ins Straucheln. Nur wenn wir alle unsere Kräfte nutzen, erreichen wir verstärkte Präsenz in der Gesellschaft. Die Emanzipatorische Linke sieht dabei ihre Aufgabe darin, Diskurse über die Perspektiven der Geschlechtergerechtigkeit, Arbeitskritik, Radikaldemokratie und Ökologie zu bündeln und in der Programmatik der LINKEN zu stärken. Dabei versuchen wir, den in der Partei oft nur als duldendes Nebeneinander verstandenen Pluralismus praktisch zu leben: dazu gehört unter anderem, Doppelmitgliedschaften mit anderen Strömungen als Bereicherung zu verstehen.

DIE LINKE hat eine „neue soziale Idee“ versprochen. Diese muss sie jetzt auch erarbeiten, in die Gesellschaft tragen und verkörpern. Es kommt darauf an, eine Vision für demokratische Teilhabe und Wohlstand für alle in einer ökologischen und freiheitlichen Gesellschaft im 21. Jahrhundert zu entwickeln, die die Ausgrenzungen von Geschlecht, Herkunft und Lebensweise überwindet. Dazu wird DIE LINKE gebraucht: für die Herstellung von Freiheit und Gerechtigkeit in der Gesellschaft.

(Bundesmitgliederversammlung der Emanzipatorischen Linken, Berlin, 5. 5. 2012)


Zur Bundesmitgliederversammlung am 5. Mai in Berlin

Im ersten Tagesordnungspunkt haben wir uns mit der Demokratisierung von Organisationen beschäftigt und einiges zum Vergleich der europäischen linken Parteien und dem Stand der Linken. in Deutschland erfahren. Cornelia Hildebrandt von der Rosa-Luxemburg-Stiftung hat dafür ein exzellentes Eingangsreferat gehalten. Ein Ergebnis der Diskussion war, dass wir uns mit der Frage, wie in der Partei Entscheidungen getroffen werden, noch einmal ausfühlicher beschäftigen wollen. Um allen die Teilnahme zu ermöglichen, wird ein Pad eingerichtet. Außerdem wollen wir ein praktisches Instrumentarium zur Offenlegung und Überwindung machtpolitisch motivierter Kommunikation erarbeiten.

Auch der Koordinierungskreis wurde nachgewählt: Wir freuen uns, dass Ann-Christin Schomburg und Sebastian Wormsbächer neue Mitglieder des Ko-Kreises der Ema.Li geworden sind.

Unser „Call for Ema.Li“ geht weiter – ihr könnt ihn gern noch ausfüllen und an uns senden! Jede Rückmeldung hilft uns, die Ema.Li für die Zukunft auszurichten. Die ersten Meldungen haben wir bereits auf der Mitgliederversammlung ausgewertet. Ema.Li soll demnach stärker in die Partei wirken und Diskurse auch außerhalb der Partei einbinden. Einen weiteren inhaltlichen Schwerpunkt sahen die Fragebögen in der Organisationskritik und der innerorganisatorischen Demokratiefrage. Mit dem oben genannten Schwerpunkt werden wir darauf reagieren. Die (schon nicht mehr ganz aktuelle) Auswertung des Call for Ema.Li mit Stand 4. Mai findest Du hier.

Auch der eigene Organisations- und Strukturaufbau brachte Erfreuliches hervor: Derzeit bilden sich beispielsweise sehr viele Landesverbände. So etwa Ende April in Sachsen-Anhalt. Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen werden in nächster Zeit folgen und auch in Bayern und Hessen tut sich was. Landesverbände existieren derzeit in Berlin, Bremen, Rheinland-Pfalz, Sachsen und eben Sachsen-Anhalt. Ebenso erfreulich ist die Mitgliederentwicklung der Ema.Li. Dabei tauchen leider auch einige Reibungsverluste auf. Solltest Du Mitglied der Ema.Li sein (Das bist Du, wenn Du deine Mitgliedschaft schriftlich erklärt hast.), und trotzdem z.B. keine Einladung zur Mitgliederversammlung erhalten haben, so melde Dich bitte unbedingt unter emali-kokreis@die-linke.org. Wir arbeiten dran.

Auch auf dem Bundesparteitag werden wir mit einem durchgängig betreuten Stand präsent sein.

Einen sehr guten, subjektiveren und vor allem sehr ausführlicheren Bericht gibt es bei der Online-Zeitschrift Potemkin zu lesen.


Livestream zur Mitgliederversammlung

Am 5. Mai findet in Berlin die Mitgliederversammlung der Ema.Li statt. Wer möchte, kann vorbeikommen. In die Kulturkantine auf dem Gelände der alten Königsstadtbrauerei in der Saarbrücker Str. 34, 10405 Berlin. Ab 11 Uhr gehts los. Und wer möchte, kann die Versammlung hier auch per Livestream verfolgen.

Oder direkt woanders.


Ema.Li Sachsen-Anhalt gegründet

Ein Bericht vom Gründungstreffen

Am 30.April war es nun soweit, der Landesverband der Ema.Li Sachsen-Anhalt wurde ins Leben gerufen. In den nächsten Zeilen möchten wir über das Gründungstreffen und die nächsten Aufgaben und Ziele berichten.

Zum Anfang gab es ein Inputreferat zum Thema emanzipatorische Netzpolitik von Julia Bonk (MdL Sachsen). Hier wurde auf die historische Bedeutung des Internet hingewiesen, welches zum ersten Mal als Medium die Möglichkeit bietet, ohne große technische Hürden Empfänger und auch Sender gleichzeitig zu sein. Es gibt aber nicht nur Chancen sondern auch Risiken. Weite Teile der Bevölkerung sind entweder durch fehlende Infrastruktur oder aufgrund ihrer finanziellen Situation von dem Medium ausgeschlossen. Diese Exklusion stellt eine Gefahr dar. Aber auch Versuche, die Netzneutralität aufzuheben, können nicht Ziel linker Netzpolitik sein. Die Chancen des Internets sind enorm, vor allem die Möglichkeiten der direktem Beteiligung und Informationsgewinnung.

Nach der Diskussion zum Referat wurde die Ema.Li Sachsen-Anhalt offiziell gegründet und ein erster Arbeitsplan besprochen. In diesem Jahr ist es geplant, noch mindestens zwei thematische Treffen zu veranstalten und diese gemeinsam mit anderen Landesarbeitskreisen durchzuführen.

Ema.Li Sachsen-Anhalt möchte dabei einen neuen Diskussionsraum bieten. In diesem soll ohne dogmatisches Scheuklappendenken, über linke emanzipatorische Politik debattiert und auch solidarisch gestritten werden. Wir wollen Utopien entwickeln, aber auch Projekte begleiten, welche sich an der Lebensrealität im hier und jetzt orientiert und zugleich einen transformatorischen Anspruch haben.

Auch wenn wir zu unserem Gründungstreffen noch genügend Sitzplätze frei hatten, so sind wir uns sicher, dass es auch in Sachsen-Anhalt ein großes Potenzial für die ema.li gibt.

Wenn du mitmachen willst, dann wende dich an die E-Mal Adresse: ema.li-st@gmx.de  oder komm zu einer unserer nächsten Veranstaltungen.

 

 


Wer nicht spurt, soll auch nicht essen.

Heute fand im Bundestag die Abstimmung über einen Antrag der Linken zur Abschaffung der Sanktionen im SGB II, also “Hartz IV”, statt. Sanktionen können verhängt werden, wenn der oder die von Hartz IV Betroffene gegen die Vielzahl der Regeln des SGB II verstößt. Das können auch völlig belanglose “Verstöße” sein, die niemandem schaden, und in der Regel ist das auch so. Das häufigste Beispiel ist das Versäumnis, pünktlich zu einem der in der Regel sinnlosen “Betreuungstermine” zu erscheinen. Sanktion bedeutet dabei, dass der Regelsatz des ALG II, derzeit höchstens 374 Euro im Monat, bis auf 0 herab gekürzt werden kann. Wer nichts auf der hohen Kante hat, was in der Regel der Fall ist, wird somit regelrecht in Hunger und Elend gestürzt. Fast die Hälfte aller Sanktionen werden allerdings zu Unrecht verhängt. Nicht selten kommt es etwa vor, dass erwerbstätige Bezieher von ALG II, sogenannte “Aufstocker”, wegen Terminversäumnissen sanktioniert werden, an denen sie ihrer Erwerbsarbeit nachgegangen sind. Sanktionen sind Mittel zur Disziplinierung der Betroffenen, denn verängstigte Menschen lassen sich leichter kontrollieren und beherrschen. Sie sind aber auch, vielleicht vor allem, ein Mittel, um den Betroffenen das Leben so angstvoll und stressig wie möglich zu machen, so dass sie noch jeden noch so schlecht bezahlten Job annehmen. Ein Beitrag zum auf Armut aufgebauten deutschen “Jobwunder”. Auch für Anwaltskanzleien ist der Sanktionsparagraph ein einziges Konjunkturprogramm. Ein staatlich finanziertes übrigens, da die Kosten für die meist erfolgreichen juristischen Auseinandersetzungen aus der öffentlichen Hand finanziert werden. Das führt schließlich auch dazu, dass an den deutschen Sozialgerichten ein weiteres “Jobwunder” ausgebrochen ist. Diese sehen vor lauter Klagen kaum noch das Tageslicht hinter dem Aktenstapel und bieten so ein Vollbeschäftigungsprogramm für Richterinnen und Richter.

Spannend ist nun aber, wie die einzelnen Abgeordneten im Bundestag zum Vorschlag der Linken stehen, mit diesem unwürdigen Prozedere aufzuhören und Menschen ihre Freiheit, Würde und Selbstbestimmung zurückzugeben. Dazu hat Die Linke eine namentliche Abstimmung beantragt, so dass das Abstimmungsverhalten der Abgeordneten dokumentiert ist. Wenig erstaunlich ist, dass die Abgeordneten von Union und vor allem der FDP weiterhin auf die Bevormundung und Entrechtung bestehen. Aber auch bei der SPD schloss man sich, wie so oft, den Regierungsfraktionen an. Die ursozialdemokratische Ideologie der Bevormundung und Erziehung erwachsener Menschen schlägt sich in dem rot-grünen Gesetz zu Hartz IV nieder und Sozialdemokraten können sich offenbar nur schwer von diesen Vorstellungen trennen. Erstaunlich, oder auch nicht, ist auch, dass die so genannten “Linken” in der sozialdemokratischen Fraktion kein Problem mit der Entwürdigung von Hartz-IV-Betroffenen haben. Immerhin fanden einige Sozialdemokraten den Mut, sich wenigstens zu enthalten. Freiheit bleibt in fast 150 Jahren sozialdemokratischer Geschichte offenbar weiterhin ein unterbelichteter Punkt. Ansonsten ist die SPD ja deutlich weniger zurückhaltend, wenn es darum geht, die eigenen Wahnsinnstaten anderen in die Schuhe zu schieben. Immerhin, die Grünen haben sich enthalten, und Hans-Christian Ströbele hat als einziger sogar gegen die Sanktionen gestimmt.


Bundesmitgliederversammlung der Ema.Li am 5. Mai

Liebe Mitglieder der Emanzipatorischen Linken, liebe Sympathisantinnen und Sympathisanten,

wir laden Euch herzlich zur nächsten Bundesmitgliederversammlung der Ema.Li ein. Diese wird stattfinden am:

5. Mai 2012 ab 11 Uhr in Berlin. Dort treffen wir uns in der Kulturkantine. Diese liegt auf dem Gelände der alten Königstadtbrauerei in der Saarbrücker Straße 24, 10405 Berlin. (Karte)

Folgende Tagesordnung schlagen wir Euch vor:

11h Begrüßung
Diskussion und Vortrag: Organisationskritik – wie kann eine Partei
demokratischer werden?
12.30h Mittagspause

13h Fortsetzung und offizieller Beginn der Mitgliederversammlung
TOP 1 Tagesordnung, Protokolle, Formalia
TOP 2 Auswertung “Call for Emali” und Diskussion perspektivische
Schwerpunktsetzung der Emanzipatorischen Linken
inkl. Auswertung und Vorbereitung Bundesparteitag und Diskussion zur Lage der Partei
TOP 3 Auswertung der letzten Mitgliederversammlung
TOP 4 Bericht zur Anarchismuskonferenz und Diskussion zu inhaltlichen
Interventionen zum Thema in Partei und Gesellschaft
TOP 5 Nachbesetzungen / Wahlen Ko-Kreis

TOP 6 Diverses

Leider können wir keine Reisekosten übernehmen. Deswegen versucht doch Fahrgemeinschaften zu bilden. Wer in Berlin übernachten möchte, findet in unmittelbarer Nähe des Tagunsortes jede Menge preiswerte Unterkünfte.

Wir freuen uns auf Euch!

Ema.Li bedankt sich bei der KulturKantine und ihrer Betreiberin und empfiehlt diese als exzellente Räumlichkeit für Partys, Versammlungen und mehr. Ein grandioser Blick über die Dächer Berlins ist inbegriffen und unter der Woche gibt es auch leckeres Mittagessen.


Gründung der Ema.Li Sachsen-Anhalt

Ein weiterer Landesverband entsteht, und zwar in Sachsen-Anhalt. Wir dokumentieren hier das Einladungsschreiben zum Gründungstreffen am 30. April in Magdeburg.

Liebe Genoss_innen, liebe Freund_innen der emanzipatorischen Linken,

mit der Verabschiedung des Programmes ist nun ein wesentlicher Teil der Parteibildung abgeschlossen. Zum Teil enthält dieses auch Positionen der Ema.Li. Nun geht es darum, das Programm auch umzusetzen und linke emanzipatorische Politik in unserer Partei zu stärken. In vielen Landesverbänden gibt es mittlerweile die Ema.Li, und nun ist die Zeit gekommen, dass es auch in unserem Landesverband eine Ema.Li gibt.

Aus diesem Grund laden wir alle Interessierten zur Gründung der Emanzipatorischen Linken in Sachsen-Anhalt ein. Die Veranstaltung findet in Magdeburg, Ebendorferstraße 3 (Landesgeschäftstelle) am 30. April 2012 um 17:30 Uhr statt. Damit wir besser planen könnt, gebt uns doch unter der Mailadresse Ema.Li-san@email.de bis zum 27.April bescheid, ob wir mit euren erscheinen rechnen können.

Es wird folgende Tagesordnungspunkte für die Gründungsveranstaltung vorgeschlagen:

1. Begrüßung und Vorstellung von Ema.Li

2. Inputreferat: Emanzipatorische Netzpolitik (Julia Bonk, MdL Sachsen)

3. Diskussion über die Arbeitsaufgaben im Landesverband Sachsen-Anhalt

4. Gründung Ema.Li Sachsen-Anhalt

5. Wahl Landeskoordinierungskreis

6. Sonstiges

7. Verabschiedung

Hier noch der Auszug aus der Präambel unserer Bundessatzung um zu klären, was wir eigentlich wollen:
Die Emanzipatorische Linke (kurz: Ema.Li) organisiert sich als innerparteilicher Zusammenschluss in und bei der Partei DIE LINKE. Unter Emanzipation verstehen wir einen Lern- und Aneignungsprozess hin zur selbst bestimmten Verfügung über den eigenen Körper, über das eigene Leben und über die individuellen sowie gemeinsamen Bedingungen des Lebens und der Produktion. Der Weg zu einer demokratisch-sozialistischen Gesellschaft kann dabei nur als stetiger Lern- und Aneignungsprozess funktionieren, in dem die Menschen immer weiter lernen, in Freiheit und Gleichheit ihre Geschicke selbst in die Hand zu nehmen.

Deine Emanzipatorische Linke braucht Dich!

Für die Gründung der Ema.Li
Marcel Wiebach und Sebastian Wormsbächer

Kontakt für weitere Fragen:
E-mail: Ema.Li-san@email.de

Fahrtkosten: Leider können wir keine Fahrtkosten erstatten. Wenn dies aber für dich ein Grund ist, nicht zu kommen, dann melde dich bei uns. Wir werden eine Lösung finden können


Bild-Zeitung? Nicht mal geschenkt!

Bild will mit Deiner Hilfe eine millionenschwere Werbekampagne durchführen. Mach sie zum Desaster!

Zum Jubiläum ihres 60-jährigen Bestehens plant der Axel-Springer-Verlag am 23. Juni die Bild-Zeitung in sämtliche deutsche Haushalte kostenlos zu verteilen. Was wie eine milde Spenden- oder PR-Aktion zur Leser*innen-Akquise klingt, ist tatsächlich ein gewaltiges Geschäft für die Bildzeitung: Eine ganzseitige Anzeige in dieser Ausgabe lässt sich das Gossenblatt mit vier Millionen Euro bezahlen.

Obwohl es durch geschickte Werbekampagnen der letzten Jahre gelungen ist, die Sache anders darzustellen, bleibt es dennoch dabei: Die “Bild” ist eben kein harmloses Boulevardblatt, das hier und da etwas übertreibt, ein wenig flunkert und banale Hofberichterstattung betreibt. Die “Bild” zerstört ganze Leben, sie dringt in die innerste Privatsphäre von Menschen ein, sie führt regelrechte Hetzkampagnen gegen unbescholtene Menschen, die schon einige in den Tod getrieben haben. Erst jüngst hetzte die “Bild” in Emden einen Mob gegen einen unschuldigen Jugendlichen auf, den sie als Kinderschänder und -mörder brandmarkte. Der 17-Jährige muss dank der Bildzeitung heute an einem unbekannten Ort leben und wird wohl nie wieder ein normales Leben führen können. Und erst in der laufenden Woche polemisierte die “Bild” gegen Hartz IV-Betroffene, stellte diese als “Abzocker” und “Drückeberger” dar und versuchte ein weiteres Mal, Niedriglohnbeziehende gegen Erwerbslose auszuspielen.

Du kannst die gewaltige Werbeaktion der Bild-Zeitung verhindern. Das geht, indem Du explizit Widerspruch dagegen einlegst, dass du am 23. Juni diesen gedruckten Schmutz in Deinen Briefkasten bekommst. Ein Hinweis am Briefkasten, dass Du keine Werbung haben möchtest, reicht leider nicht. Widerspruch kannst Du ganz einfach über dieses Formular von Campact! einlegen.

Je mehr Menschen sich an dieser Aktion beteiligen, desto eher wird die Bild-Aktion zum Desaster. Der Verlag ist nach einem Widerspruch gesetzlich dazu verpflichtet, denjenigen, die Widerspruch eingelegt haben, keine Zeitung zukommen zu lassen. Dabei entsteht ein riesiger Verwaltungsaufwand, die betreffenden Adressen herauszufiltern und auch das Verteilen wird deutlich komplizierter, zeitaufwendiger und damit teurer. Bislang (innerhalb von etwa 24 Stunden) haben bereits über 50.000 Menschen Widerspruch eingelegt.

Mehr bei Alle gegen Bild und Campact!.

Und dem ist wohl nichts mehr hinzuzufügen.


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